Testbeitrag

Rom – Die Bergungsarbeiten auf der verunglückten Adriafähre „Norman Atlantic“ werden durch mehrere kleine Brände erschwert. Der Frachtraum ist für die Rettungskräfte derzeit nicht zugänglich. Wie viele Menschen bei dem Brand am vergangenen Sonntag ums Leben kamen, ist daher immer noch unklar.

Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, sind Ermittler und Experten dennoch über eine Feuerwehrleiter auf die „Norman Atlantic“ gelangt, um sie näher zu begutachten. Auch einige Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen auf das Schiff, um die Bedingungen für mögliche weitere Sucheinsätze zu bewerten. Staatsanwalt Ettore Cardinali, der an der ersten Begutachtung des Schiffs teilnahm, erklärte, es sei durchaus möglich, dass im Inneren des Schiffs weitere Leichen gefunden würden.
Auf der Adriafähre war am vergangenen Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Mindestens 13 Menschen kamen dabei ums Leben. Auch eine Frau aus Deutschland ist unter den Opfern, 17 Deutsche konnten hingegen gerettet werden. Die Zahl der Vermissten ist wegen möglicher blinder Passagiere und unstimmiger Passagierlisten noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von zehn bis 15 Vermissten aus.

Schlepper haben das Wrack inzwischen in den Hafen der süditalienischen Stadt Brindisi gebracht. Neben der Suche nach Vermissten hat die Ermittlung der Unglücksursache für die Experten nun oberste Priorität. Antworten erhoffen sie sich auch von der Blackbox der Fähre, die am Freitag geborgen wurde. Die Fähre der griechischen Anek Lines war auf dem Weg von Patras in Griechenland nach Ancona in Italien, als vermutlich auf dem Autodeck ein Feuer ausbrach. Das Schiff trieb anschließend manövrierunfähig zwischen der italienischen und der albanischen Küste.

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